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Aktueller Standort

10/02/2019

347. Tag unterwegs, von Zürich sind wir schon 20715 km entfernt.

Gegen Ende des chinesischen Neujahrs fahren wir in die acht Millionen Einwohner zählende Provinzhauptstadt Changsha ein. Der Kontrast zu den Festlichkeiten in ländlichen Gebieten ist bemerkenswert. Im Herzen der Stadt schlägt einem eine betäubende Vielfalt an Delikatessen und Konsumgütern entgegen. Der kulinarische Genuss scheint den Leuten hier besonders wichtig zu sein.

 

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CHAMASILU

Der Name cha-ma-si-lu setzt sich aus den vier chinesischen Zeichen bzw. Wörtern 茶马丝路 zusammen – nämlich dem Tee, dem Pferd, der Seide und der Strasse, aus denen sich zwei alte Handelsrouten beschreiben lassen.

Die legendäre Seidenstrasse, auf der die Karawansereien mit exotischen Waren und Schätzen verkehrten, durchquerte den mediterranen Kulturraum, führte über Zentralasien ins Reich der Mitte und sorgte für den Austausch neuer Technologien und religiösen Gedankenguts entlang der Route.

Die Tee-Pferde-Strasse verband das tibetische Hochplateau mit den südlichen Provinzen Chinas und der ehemaligen buddhistischen Hochburg Indien. Es wurden, wie der Name schon verrät, tibetische Nutztiere gegen vitaminreichen Tee unter schwierigsten Umständen – der Weg führte nicht selten über 4000 Meter hohe Pässe – ausgetauscht.

Eine Shanghaierin und ein Rorschacherberger verabschiedeten ihre Wohn- und Arbeitsstadt Zürich am 01.03.2018. Wir werden ein Jahr lang mit unseren selbst zusammengebauten Velos über die „Chamasilu“ nach Hongkong fahren, wo wir uns vor drei Jahren für das Zusammenreisen entschlossen haben. Die Chamasilu ist auch ein Weg im übertragenen Sinn durch den wir die Welt erkunden möchten – mit eigener Kraft, mit Naturbewusstsein, mit offenem Herzen.

Herzlich möchten wir uns für alle Unterstützung aus unserem Familien- und Freundeskreis bedanken, insbesondere für die unendliche Hilfe von Jacqueline und Raphi Bauer – unsere Buchhalter, Bewegungsberater und Web Designer.

It is by riding a bicycle that you learn the contours of a country best, since you have to sweat up the hills and can coast down them…. Thus you remember them as they actually are, while in a motorcar only a high hill impresses you, and you have no such accurate remembrance of country you have driven through as you gain by riding a bicycle.

 

Selected Articles and Dispatches of Four Decades by Ernest Hemingway. (1967)